Employment

On Sunday, 18 August 2019, I arrived in Edinburgh from Muenster in Germany full of anticipation for the coming six weeks with Brodies. Spending my first day wandering around the city and going window-shopping, I was quite surprised to see that most of the shops were open. This was the first time I realised that the working time practices in Germany and in Scotland differ significantly. Spending two weeks of my internship in the employment team I got to the bottom of the Scottish holiday entitlement and even got to refresh my knowledge of the German Working Time Regulations, “Arbeitszeitengesetz (ArbZG)”.

Whereas Germans have a holiday entitlement of 20 days for a five-day week, Scots get a total statutory annual leave of 5.6 weeks which is equivalent to 28 days for a five-day week. But don’t jump to any conclusions just yet!

Under the Working Time Regulations 1998 there is no specific entitlement to public holidays, which means that public holidays can count towards the total statutory annual leave provided they are paid. That’s the opposite of the position in Germany where Sundays and public holidays are protected as non-working days. This leaves Germans with up to an additional 14 holiday days depending on the federal state they work in (not the state they live in).

However, unsurprisingly the German law comes with a handful of exceptions. According to paragraph 10 of the “Arbeitszeitengesetz (ArbZG)”, employees are allowed to work on Sundays or public holidays if the work can only be done on that day. Paragraph 11 ArbZG sets out that there have to be at least 15 free Sundays each year. Furthermore, employees who work on Sundays are entitled to a day off in lieu. To the detriment of the employee this can also be a non-working Saturday because Saturdays are usual business days under the “Arbeitszeitengesetz”.

One of the tricky issues around annual leave in Scotland is the extent to which part-time workers are entitled to public holidays. Some employers allow paid-time off only in respect of public holidays which fall on a day an individual is normally required to work. However, this is potentially a breach of the Part-time Workers Regulation 2000 as it can result in unfairness to part-time workers (compared with full-time workers) who happen not to work on Mondays (when most bank holidays fall). To be on the safe side employers could give part-time workers a pro-rata entitlement to public holidays according to the number of hours they work, regardless of whether they normally work on the days on which public holidays fall. Even though other approaches are possible, this presents the least risky course of action and is also recommended in the BEIS’ basic guidance on part-time workers rights.

One thing is for sure: next time I will be careful when it comes to talking about how little holidays we have in Germany.

This blog was written by Marie Tollmann, a German trainee who is spending six weeks this summer working with Brodies.

Voller Vorfreude auf die kommenden sechs Wochen bei Brodies, kam ich am Sonntag, den 18. August 2019, aus Muenster in Deutschland in Edinburgh an. Meinen ersten Tag in Edinburgh schlenderte ich durch die Stadt und schaute mir Schaufenster an und war durchaus ueberrascht festzustellen, dass die meisten Geschaefte geoeffnet hatten. Hier wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass sich die Arbeitszeitenregelungen in Schottland und Deutschland wohl deutlich unterscheiden. Waehrend meiner zwei Wochen im Arbeitsrechtsteam ging ich den Urlaubsanspruechen im schottischen Arbeitsrecht genauer auf den Grund und konnte bei der Gelegenheit sogar mein Wissen ueber das deutsche Arbeitszeitengesetz auffrischen.

Waehrend Deutsche einen Urlaubsanspruch von 20 Tagen bei einer 5-taegigen Arbeitswoche haben, haben Schotten einen jaehrlichen Urlaubsanspruch von 5,6 Wochen, was 28 Urlaubstagen bei einer 5-taegigen Arbeitswoche entspricht. Aber keine vorschnellen Schluesse ziehen!

Unter den schottischen “Working Time Regulations 1998” gibt es keinen Anspruch auf gesetzliche Feiertage, was bedeuted das gesetzliche Feiertage zu den vorgeschriebenen jaehrlichen Urlaubstagen zaehlen koennen, vorausgesetzt sie sind bezahlt. Das ist sogesehen das Gegenteil zu der deutschen Regelung, wo Sonn- und gesetzliche Feiertage als arbeitsfreie Tage geschuetzt sind. So haben Deutsche zusaetzlich bis zu 14 Urlaubstage, je nachdem in welchem Bundesland sie arbeiten (nicht in dem, wo sie wohnen).

Es ist allerdings nicht ueberraschend, dass das deutsche Recht eine handvoll Ausnahmen bereithaelt. Gemaess Paragraph 10 des Arbeitszeitengesetzes (ArbZG) duerfen Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen arbeiten, wenn die Arbeit nur an diesen Tagen ausgefuehrt werden kann. Darueber hinaus schreibt Paragrap 11 ArbZG mindestens 15 freie Sonntage im Jahr fuer jeden Arbeitnehmer vor. Ausserdem haben Arbeitnehmer, die an einem Sonntag arbeiten, einen Anspruch auf einen Ersatzfeiertag. Dieser kann zum Nachteil des Arbeitnehmers aber auch ein arbeitsfreier Samstag sein, der gemaess des ArbZG als normaler Werktag gilt.

Eine der komplizierten Fragen rund um den jaehrlichen Urlaubsanspruch in Schottland betrifft das Ausmass zu welchem Teilzeitarbeitenden gesetzliche Feiertage zustehen. Einige Arbeitgeber genehmigen bezahlten Urlaub nur, wenn die gesetzlichen Feiertage auf Tage fallen, an denen der Teilzeitarbeitende normalerweise auch arbeiten muss. Eine solche Regelung koennte allerdings einen Verstoss gegen die “Part-time Workers Regulation 2000” darstellen, da Teilzeitarbeitende (im Vergleich zu Vollzeitarbeitenden), die nicht an Montagen (auf welche die meisten gesetzlichen Feiertage fallen) arbeiten, moeglicherweise schlechtergestellt waeren. Um auf der sicheren Seite zu sein, koennte der Arbeitgeber Teilzeitarbeitenden, unabhangig davon, ob der Arbeitnehmer normalerweise an Tagen arbeitet auf die gesetzliche Feiertage fallen, einen anteiligen Urlaubsanspruch entsprechend der Anzahl ihrer Arbeitsstunden zugestehen. Auch wenn das nicht die einzige Herangehensweise darstellt, ist das sicherlich die am wenigsten riskante Vorgehensweise und wird auch in der BEIS- Richtlinie zu den Rechten der Teilzeitarbeitenden empfohlen.

Eins ist allerdings sicher: in Zukunft werde ich mich zurueckhalten, wenn es darum geht, wie wenig Urlaubstage wir in Deutschland haben.

Dieser Blogeintrag wurde von Marie Tollmann verfasst. Sie ist eine deutsche Jurastudentin und verbrachte diesen Sommer im Rahmen eines Praktikums sechs Wochen bei Brodies.

 

Julie Keir

Practice Development Lawyer at Brodies LLP
As a Practice Development Lawyer Julie is responsible for developing and maintaining Brodies Workbox, our award-winning online HR and employment law resource.
Julie Keir